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Functional Foil Bonding

Die Lösung, um Sensorfunktionalität mit Kunststoff zu verschmelzen

Das Heißprägeverfahren zählt zu den produktionstechnischen Optionen, für die Ihnen LEONHARD KURZ eine besonders lange Erfahrung bei überragender Prozesssicherheit bietet. Beim Heißprägen kommen in der Maschine Hitze und Druck zum Einsatz. Auf 2-dimensionale Oberflächen an unterschiedlich geformten Kunststoffteilen kann man das gewünschte Design aufbringen. KURZ hat diese bewährte Technik in enger Kooperation mit den Tochterunternehmen BAIER sowie Hinderer+Mühlich (H+M) während der letzten Jahre konsequent weiterentwickelt. Insbesondere sind hochwertige Beschichtungskomponenten entwickelt und verfeinert worden. Dadurch bekommt Heißprägen eine vollkommen neue Dimension. Und daraus wiederum können für Sie grenzenlos neue Inspirationen werden. Im Design ebenso wie im Branding. In der Wertigkeit ebenso wie in der Attraktivität für Ihre Kunden. In Effizienz und Wirtschaftlichkeit ebenso wie für Ihre schnelle Entwicklung vollkommen neuer Produktkonzepte.

Functional Foil Bonding (FFB) – technische Details auf einen Blick

Für das Functional Foil Bonding (FFB) gibt es die Wahl zwischen zwei verfahrenstechnischen Varianten: Hub- und Abrollprägung. Welches der beiden Verfahren in der Produktion vorteilhafter ist, hängt von der Geometrie und Größe des Bauteils sowie den integrierten Sensorfunktionen ab. Für große Displays hat KURZ eine neue, semirotative Abrolltechnik entwickelt, mit der Sensoren auch in einer Größe von etwa 8“ einwandfrei integriert werden können.

Hubprägung 

Bei der Hubprägung wird zunächst das ausgeformte und gestaltete Kunststoffteil vollautomatisch in die Maschine eingebracht. Darüber wird im 2. Schritt hochpräzise ein PET-Träger mit silberbasierten Metallgitterstrukturen, dem sogenannten Metal-Mesh gelegt. Diese funktionellen Strukturen zeichnen sich durch eine hohe mechanische Flexibilität aus und können so auch mit gebogenen und gewölbten Bauteilen verbunden werden. Da die verarbeiteten Sensoren eine hohe Transparenz besitzen, eignen sie sich hervorragend für Display-Anwendungen. Durch den vollautomatisch auf und ab fahrenden, beheizbaren Prägestempel werden die beiden Materialkomponenten nahtlos miteinander verbunden.

Abrollprägung  

Beim Functional Foil Bonding in Abrollprägung wird das geformte und bereits mit Design versehene Kunststoffelement exakt auf einem Materialträger in der Maschine positioniert, bevor auch hier das punktgenaue Aufbringen der hochsensiblen Sensoren erfolgt. Daraufhin senkt sich ein beheizbares Prägerad präzise über die beiden Elemente und sorgt durch optimalen Druck bei genau dosierter Erhitzung für ihre perfekte Verbindung.

FFB: anderen Verfahren überlegen

Mit Functional Foil Bonding (FFB) von KURZ lassen sich hochleitfähige und transparente PolyTC®-Touchsensoren unseres Tochterunternehmens PolyIC ab einer mittleren Produktionsauflage höchst effizient auf fertige Kunststoffteile aufbringen; dies gilt auch für Teile mit 3D-geformten Oberflächen. Diese Sensoren zeichnen sich neben ihrer hohen Funktionalität und hervorragenden Transmission durch eine klare, farbtreue Durchleuchtung der gesamten Touchfläche aus. Im Gegensatz zur Sensorintegration mit der Inmold Labeling Technik (IML) ist dieser Verfahrensschritt nicht unmittelbar in den Spritzgießprozess eingebunden. Er lässt sich aber direkt an diesen Fertigungsschritt anschließen. So hilft Ihnen unsere Technik, effizient zu produzieren und dabei hochfunktionale Kunststoffoberflächen zu erzeugen, die eine sehr hohe Beständigkeit besitzen. Zusätzliche Oberflächenveredelungen sind möglich, beispielsweise mit Piktogrammen zur Beschriftung späterer Bedienoberflächen.

Das FFB ist als Verfahren für die Sensorintegration auch Alternativen wie dem etablierten Optical-Clear-Adhesive-Verfahren (OCA) klar überlegen. Denn wie beispielsweise Klimawechseltests der Automobilindustrie im Rahmen komplexer Spezifikationsprüfungen zeigen, kann die Haftung des OCA-Klebers verloren gehen. Außerdem kann es bei diesem Verfahren in der Verbindung der Komponenten zur Blasenbildung und damit zu funktionellen Einschränkungen kommen. Solche Einschränkungen gehören durch Functional Foil Bonding (FFB) der Vergangenheit an.

Am Puls von Zeit und Zukunft durch multiple Touchfunktionalitäten

Immer mehr Unternehmen erkennen die enormen Potenziale, die sich aus der Integration komfortabler Touchfunktionen in hochwertige Kunststoffoberflächen ergeben. Damit lassen sich zum Beispiel im Auto avantgardistische Designs mit nahtlos geschlossenen Armaturentafeln, gestengesteuerten Bedienelementen und Dekoren in wechselnder Tag-Nacht-Beleuchtung schaffen. Überraschend kann eine effektvolle Hinterleuchtung bei einem Dead-Front Design entstehen. Lichtfarben können spektakulär wechseln, Funktionen an Zierleisten per Touchbutton oder Slider abgerufen werden. Auch in vielen anderen Bereichen wie beispielsweise an elektrischen Geräten im Haushalt können Sensoren den Komfort für Anwender etwa durch intuitive Bedienung deutlich steigern. Denken Sie nur an Unterhaltungselektronik, an Kühlschränke, Kochherde oder Waschmaschinen, die völlig neue, futuristische Designs mit verborgenen Bedienfeldern und magisch per Handgeste wachgerufenen Funktionen zeigen. Durch die Verlagerung und Zusammenfassung herkömmlicher Bedienelemente, Knöpfe, Regler und Schalter in einem kompakten Display mit integrierten PolyTC®-Sensoren erschließen sich für industrielle Branchen grenzenlose Möglichkeiten: bis hin zu „Easy to Clean Oberflächen“, deren nahtlose Einbindung in die Umgebung mehr Hygiene durch einfaches Darüberwischen gewährleistet.

Die komplette FFB-Technologie erhalten Sie von KURZ

Mit der Functional Foil Bonding (FFB) Technologie hat LEONHARD KURZ ein innovatives Verfahren geschaffen, mit dem Sie Sensoren vollmechanisch integrieren können. Über das Tochterunternehmen BAIER ist die entsprechende FFB-Maschine lieferbar. Das komplette Handling-System mit Beschichtungstechnik, Vorschubtechnik und Werkzeugen ist im Maschinenpaket inklusive. Das System lässt sich nahtlos in Ihre vorhandenen Bauteil-Fertigungslinien einbinden und kann von Ihnen im Inline- oder Offline-Modus betrieben werden. Sie können auf Wunsch aber auch einen hohen Automatisierungsgrad erreichen und auf diesem Weg für die Serienintegration von Sensoren nie dagewesene Potenziale an Effizienz, Kosteneinsparung und Wirtschaftlichkeit realisieren.

Kontakt

Eine unserer Stärken ist die Beratung am Produkt gemeinsam mit dem Kunden. Unser Team aus qualifizierten Fachkräften entwickelt passende Lösungen für Ihre Oberflächen. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich informieren, beraten und begeistern.

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