Sowohl Prägedruckform als auch Gegendruckform sind flach.
Durch eine gesteuerte Hubbewegung der Gegendruckform treten Folie und Bedruckstoff mit definiertem Anpressdruck in Kontakt. Dies führt dazu, dass die Prägefolie vom Werkzeug an den Bedruckstoff gepresst wird und somit der Prägedruckprozess ausgelöst wird.
Der Anpressdruck ist gleichmäßig über die gesamte Fläche verteilt. Prägefolie und Bedruckstoff stehen während der Übertragung still. Kontaktzeit = Prägezeit.
Bewegt sich die Gegendruckform wieder in ihre Ausgangsposition zurück wird die abgenutzte Prägefolie um eine definierte Länge weiterbefördert. Dieser gesteuerte Transport wird Folienvorzug genannt. Der gesamte Vorgang ereignet sich in einem Bruchteil von Sekunden.
Die Druckerzeugung erfolgt bei diesem Maschinensystem in der Regel nach dem Kniehebelprinzip. Moderne Prägefolien-Druckmaschinen sind mit bis zu vier Kniehebelpaaren ausgerüstet. Dies gewährleistet hohe Druckreserven und garantiert auch bei einseitiger Belastung eine gleichmäßige Druckverteilung. In wenigen Fällen erfolgt die Druckerzeugung auch über Kurven (Exzenter) oder Kurbeln. Hier erreicht man allerdings nicht den Anpressdruck des Kniehebelsystems.
Der für den Prägefoliendruck auf großen Bogenformaten notwendige hohe Anpressdruck erfordert eine aufwändige Bauweise für das Druckaggregat. Auch die präzise Bogenführung mit Greiferketten ist aufwändig. Dies schlägt sich im Preisvergleich der Drucksysteme entsprechend nieder.
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